Es gibt eine Form von Stärke, die keine Bewegung braucht, um sich zu beweisen. Sie steht still und bleibt unbestreitbar. In diesen Arbeiten ging es mir nicht darum, Weichheit zu illustrieren oder Eleganz zu inszenieren. Mich interessierte die Spannung, diese subtile Reibung zwischen Erwartung und Realität.
Anmut wird oft als Leichtigkeit verstanden, als etwas Zartes oder Dekoratives. Diese Perspektive wollte ich verschieben. Was, wenn Anmut diszipliniert ist? Was, wenn sie strukturiert ist, beinahe architektonisch? Die Haltung wird kontrolliert statt passiv. Der Blick wird bewusst statt einladend. Stärke ersetzt hier nicht die Eleganz; sie verfeinert sie.
Das Auto ist kein Requisit und kein Symbol für Geschwindigkeit oder Status. Es fungiert als skulpturales Gegenüber. Metall und Latex teilen eine Sprache aus Oberfläche, Reflexion und Präzision. Beide Materialien tragen Spannung. Beide verlangen Kontrolle. Das Ergebnis ist kein Kontrast um des Kontrasts willen, sondern ein Dialog zwischen zwei Formen konstruierter Präsenz.
Manche werden darin einen Kommentar zu gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen sehen. Andere reagieren vielleicht einfach auf Komposition, Linie und Balance. Die Bilder lassen beide Lesarten zu. Sie erklären sich nicht. Sie existieren.
Digitale Bilder werden schnell konsumiert. Sie ziehen über Bildschirme hinweg und verschwinden in Timelines. Diese Arbeiten waren nie dafür gedacht, ausschließlich in diesem Raum zu existieren. Ihre Tiefe liegt im Detail, in Textur, Oberfläche und Proportion, Elementen, die sich erst im physischen Erleben vollständig entfalten.
Beide Werke sind als großes DIN-A3-Set erhältlich. Präzise gedruckt, signiert und auf zehn Editionen limitiert.






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